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Allgemeine Beratung
Manfred Gerhardt
nach Vereinbarung
bei Ute Wischniowski
T. +49.69.154.007-244
Ute.Wischniowski(at)hfmdk-frankfurt.de
Termine für die Eignungsprüfung:
Der Master-Studiengang Choreographie und Performance trägt der Einsicht Rechnung, dass sich das Bild des Choreographen entscheidend geändert hat. So wie es für Tänzer und Tänzerinnen in der zeitgenössischen Tanzlandschaft nicht mehr genügt, sehr gut tanzen zu können und deshalb Studierende zu choreographisch denkenden Performern ausgebildet werden, erschöpft sich auch die Kunst des Choreographierens nicht länger im Erfinden von Schritten und deren Setzung. Künftige Choreographinnen und Choreographen müssen auch mit Aspekten der Vermittlung von Wissen über den Körper in Bewegung vertraut sein und sollten dieses produktiv einsetzen. Darüber hinaus wird auf den Tanz-bühnen spätestens seit dem Tanztheater der 1970er Jahre mit allen dem Theater zur Verfügung stehenden Mitteln gearbeitet. Raumkonzepte, der eigenständige Einsatz von Licht und die Verwendung von Sprache gehören heute selbstverständlich zum Repertoire der Kunstform Tanz. Auch der öffentliche Raum wird zunehmend in ästhetische Perspektiven und deren Praxen miteinbezogen.
Zeitgleich hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in der ästhetischen Praxis, in der Körperbildung, das Wissen über den Körper vervielfacht, und die Frage des Körperbildes wurde ausgehend von verschiedenen Wissensdisziplinen und Körperkonzepten zunehmend problematisiert. Auch hat sich ein Bewusstsein über das Wissen des Körpers offenbart. Wissen ist auch Körperwissen. Diese Einsicht macht die Verbindung von Theorie und Praxis in diesem Bereich so bedeutsam, unumgänglich.
Diese veränderte Ausgangssituation erfordert eine umfassendere Ausbildung von Tänzern und Choreographen, die mit dem menschlichen Körper heute anders arbeiten als noch vor dreißig Jahren. Menschen, die künstlerisch im Bereich Tanz arbeiten, müssen dazu in die Lage versetzt werden, kritisch ihre eigene Praxis reflektieren zu können, eigenständige künstlerische Ansätze zu entwickeln, die sich in einem weiteren gesellschaftlichen und künstlerischen Umfeld behaupten und ihre ästhetischen Ansätze zu vermitteln. Um solch ein umfassendes Denken zu ermöglichen, ist die Vermittlung von historischen und theoretischen Grundlagen ebenso unabdingbar wie die körperliche Praxis während des Studiums in unter-schiedlichen Trainingsformen, Bewegungsrecherche und Körperbewusst-heitsmethoden.
Die Konzeption des Studiengangs und die relativ überschaubare Größe der beiden Institute (IATW/ZuKT) erlauben es, den Studierenden ein großes Maß an Selbstverantwortlichkeit zu übertragen. Zugleich wird durch intensive Betreuung im Mentorenprogramm und durch Lehrbeauftragte, die Herausbildung der Persönlichkeit der Studierenden unterstützt.
Weitere Informationen des Masterstudienganges «Choreographie & Performance» finden Sie unter http://www.uni-giessen.de/theater/