
Der Frankfurter Kammermusiker, Hochschullehrer, Dirigent und Geiger Hubert Buchberger studierte von 1970 bis 1978 an der Musikhochschule seiner Heimatstadt bei Heinz Stanske und Günther Weigmann Violine und Kammermusik. Bereits während seines Studiums, im Jahr 1974, gründete er das Buchberger-Quartett, das 1978/79 durch die „Bundesauswahl Junger Künstler“ des Deutschen Musikrates gefördert wurde und nach Wettbewerbserfolgen etwa in Portsmouth, Hannover und Evian eine rege Konzert- und Aufnahmetätigkeit im In- und Ausland entfaltete. Zu Joseph Haydns 200. Todestag Ende Mai 2009 legte das Quartett beim holländischen Label Brilliant Classics eine 23 CDs umfassende Gesamtaufnahme aller 69 Werke für Streichquartett vor, sie wurde von der internationalen Fachpresse als hervorragende Produktionen gewürdigt und bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.
1977 erhielt Hubert Buchberger einen Lehrauftrag für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, 1985 wurde er zum Honorarprofessor ernannt und 1988 zum hauptamtlichen Professor für Kammermusik an diesem Institut berufen. Aus seiner Klasse sind viele konzertierende Ensembles hervorgegangen. Von 1999 bis 2002 leitete er die Hochschule als geschäftsführender Vizepräsident, im November 2010 wurde er erneut als Vizepräsident in das Präsidium der Hochschule gewählt.
Als Dirigent widmet er sich neben verschiedenen Gastdirigaten insbesondere jungen Ensembles aller Qualitätsstufen, vom Musikschulorchester bis zum European Union Youth Orchestra. 37 Jahre lang, von 1974 bis 2011, war er künstlerischer Leiter des Offenbacher Kammerorchesters, seit 1990 leitet er die aus ausgewählten Studierenden der Frankfurter Hochschule bestehende Sinfonietta Frankfurt. Nach einigen Gastdirigaten wählte ihn das Collegium Musicum Aschaffenburg 2005 zu seinem Chefdirigenten. Außerdem ist er seit Frühjahr 2002 „Ständiger Dirigent“ des Landesjugendorchesters Nordrhein-Westfalen.
Höhepunkte der Saison 2011/12 waren der Festakt und das Konzert zur Wiedereröffnung des Stadttheaters Aschaffenburg mit dem Collegium musicum, die Aufführungen des Verdi-Requiems mit drei Chören aus Düsseldorf, Wuppertal und Paris, mit Solisten der Oper Frankfurt und dem Landesjugendorchester NRW und vier Konzerte mit Glucks „Orfeo ed Euridice“ mit der Sinfonietta Frankfurt.
Seit etwa 20 Jahren ist er Präsident der „Mozart-Stiftung von 1838 zu Frankfurt am Main“, die sich der Förderung junger Komponisten widmet, er ist Kuratoriumsmitglied verschiedener Frankfurter Stiftungen, die sich kulturell und sozial engagieren und Vorsitzender des „Behinderten-Selbsthilfe e. V.“, der in Frankfurt einen Fahrdienst mit zwölf Spezialfahrzeugen und zwanzig festangestellten Mitarbeitern betreibt.