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Anforderungen in den Aufnahmeprüfungen Orchesterinstrumente

Zulassungsvoraussetzungen

Für das Grundstudium:

  • Erfolgreiche Aufnahmeprüfung (mindestens 13 von 25 möglichen Punkten)
  • Abitur. Das Fehlen des Abiturs kann durch Bestehen der Aufnahmeprüfung mit mindestens 19 von 25 möglichen Punkten ausgeglichen werden
  • Die BewerberInnen dürfen zu Beginn des 1. Fachsemesters die Altersgrenze von 25 Jahren nicht überschritten haben

Für das Aufbaustudium:

  • erfolgreiche Aufnahmeprüfung entsprechend den Bedingungen des Vordiploms im Hauptfach
  • an einer Musikhochschule in einem anderen Ausbildungsbereich abgeschlossenes Studium mit entsprechendem Hauptfach oder ein vergleichbares Examen im Ausland

Anforderungen in den Aufnahmeprüfungen(Grundstudium)

Violine

  • Vortrag von folgenden Werken: ein schneller und ein langsamer Satz aus einer Solosonate oder Partita von J. S. Bach, ein schneller Satz aus einem romantischen Violinkonzert, ein langsamer Satz aus einem klassischen Konzert oder einer klassischen Sonate, ein Satz aus einem modernen Werk (klassische Moderne oder zeitgenössische Musik), eine Etüde von Rode, Dancla, Fiorillo, Dont, Wieniawski. Paganini oder ein caprice-ähnliches Stück wie z. B. Wieniawski: Scherzo Tarantelle
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes, bei Bedarf Intonationsübungen und Tonleiterspiel

Viola

  • Vortrag von drei Werken aus drei der vier Stilepochen (Barock, Klassik, Romantik und Moderne) sowie einer Etüde, z. B. Kreutzer-Etüden 26, 27, 30, 31, Konzerte: Händel, Stamitz, Hoffmeister, Sonaten: Dittersdorf, Schubert (Arpeggione)
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes, bei Bedarf Intonationsübungen und Tonleiterspiel

Violoncello

  • Vortrag von drei Werken aus drei der vier Stilepochen (Barock, Klassik, Romantik und Moderne) sowie einer Etüde, z. B. Etüden von Duport Nr. 1, 12, 14, Popper: Hohe Schule; Sätze aus einer der ersten drei Suiten von Bach oder ein Satz aus Konzerten von Joh. Chr. Bach, Monn, Stamitz, Reger „Kleine Romanze“, Schumann op. 73
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes, bei Bedarf Intonationsübungen und Tonleiterspiel

Kontrabass

  • Vortrag einer Etüde von Storch-Hrabe, einer Barock-sonate (z. B. Marcello a-Moll, G-Dur) sowie eines Konzertes (z. B. Capucci)
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes, bei Bedarf Intonationsübungen und Tonleiterspiel (Vortrag und Vomblattspiel können mit deutscher oder französischer Bogenhaltung erfolgen, die spätere Ausbildung erfolgt mit deutscher Bogenhaltung)

Harfe

  • Vortrag der Sonate I von Nadermann, eines Werkes aus der Barockzeit und einer zeitgenössischen Komposition
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes.

Querflöte

  • Vortrag von vier Werken (vollständig vorbereitet) aus vier verschiedenen Stilepochen (es sollte ein Werk zeitgenössischer Musik darunter sein)
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes (bei Bedarf Tonleitern und Dreiklänge)

Oboe

  • Vortrag von vier Werken aus vier Stilepochen, z. B. Telemann-Sonate g-Moll, Dittersdorf-Konzert, Schumann-Romanze, Britten-Metamorphosen
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Klarinette

  • Vortrag von drei Werken aus drei Stilepochen, z. B. Stamitz-Konzert Nr. 10 B-Dur, Weber-Concertino Es-Dur, Sutermeister-Capriccio
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Fagott

  • Vortrag von drei Werken aus drei Stilepochen, z. B. Vivaldi-Konzert, Stamitz-Konzert F-Dur, Hindemith-Sonat
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Horn

  • Vortrag von drei Werken aus drei Stilepochen, z. B. Mozart-Konzert D-Dur KV 412, Saint-Saens Romanze F-Dur
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Trompete

  • Vortrag von drei Werken aus drei Stilepochen, z. B. Haydn-Konzert, Hubeau-Sonate 2.Satz, Bozza-Cornettina
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Posaune

  • Vortrag von drei Werken aus drei Stilepochen, z.B. Marcello-Sonate, Weber-Romanze, Hindemith-Sonate
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Tuba

  • Vortrag einer der ersten Blazhevich-Etüden
  • Vortrag des Andantes von Tscherepnin für Klavier und Tuba
  • Vortrag eines weiteren Werkes eigener Wahl
  • Spiel von Tonleitern und Dreiklängen
  • Vomblattspiel eines leichteren Stückes

Schlagzeug

  • Kleine Trommel:
    Die Mühle sowie Wirbel in forte und piano, eine mittelschwere Übung bzw. Etüde (z. B. aus der Hochrainer Kleine Trommelschule, Fink-Trommelstudien, Goldenberg Trommelschule oder Knauer Kleine Trommel-Schule)
  • Pauken:
    Wirbel in forte und piano, zwei mittelschwere Übungen bzw. Etüden (z. B. aus der Hochrainer Paukenschule, Delecluse Pauken-Etüden, Fink-Paukenstudien, Knauer-Paukenschule o. Ä.), Intonationsübungen
  • Xylophon:
    eine mittelschwere Übung aus der „Goldenberg Gl. Vibr. Xyl.-Schule“, Tonleiter über zwei Oktaven
  • Mallet (Marimba oder Vibraphone):
    kurzes Solostück oder Etüde
  • Vomblattspiel rhythmischer Studien

BITTE BEACHTEN:

  • die Prüfung findet in zwei Teilen statt und kann sich deswegen über mehrere Tage erstrecken; im ersten Teil wird das Hauptfach geprüft; wer diesen Teil besteht, wird zum zweiten Prüfungsteil zugelassen; dieser besteht aus den Prüfungen in den Pflichtfächern
  • die in der Aufnahmeprüfung des Fachbereichs 1 erbrachten Leistungen haben den Grad künstlerischer Begabung nachzuweisen, der eine Berufsfähigkeit erwarten lässt
  • die bei den Prüfungsinhalten genannten Beispiele sind Hinweise für den Mindestschwierigkeitsgrad
  • bei allen Werken, die eine Begleitung vorsehen, erfolgt diese durch Klavier oder Cembalo; der Begleiter wird von der Hochschule gestellt; wird sie vom Bewerber selbst gestellt, ist dies der Hochschule rechtzeitig bekannt zu geben
  • die Dauer des vorzubereitenden Repertoires muss der 30-minütigen Hauptfachprüfungszeit entsprechen
  • Es sind nur vollständige Werke anzubieten

Pflichtfächer Klavier, Nebeninstrument oder Gesang

Für alle Instrumentalfächer ist eine Prüfung im Fach Klavier Pflicht.
Im Pflichtfach Klavier sind zwei Stücke aus verschiedenen Stilepochen vorzutragen, z. B. Inventionen von Bach, Sonatinen von Clementi op. 36.
Die Prüfungsdauer im instrumentalen Pflichtfach beträgt etwa zehn Minuten.

Pflichtfächer Musiktheorie und Hörfähigkeit

  • Hörfähigkeit:
    In einem schriftlichen Test von etwa 60 Minuten Dauer hat die Bewerberin oder der Bewerber die Fähigkeit nachzuweisen, elementare rhythmische, melodische, harmonische, klangliche und formale Zusammenhänge hörend zu erkennen (vgl. Mustertest).
  • Musiktheorie:
    In einer schriftlichen Prüfung (maximal 90 Minuten) sollen folgende Aufgaben bearbeitet werden:
    • Vierstimmige Bearbeitung einer gegebenen Melodie
    • Eine vorgegebene Melodie weiterführen und beenden (ungefähre Taktzahl wird vorgegeben) und eine ein- oder mehrstimmige Begleitung hinzukomponieren; drei Melodien verschiedener Epochen und Stilrichtungen werden zur Wahl gegeben
    • Bestimmen von Akkorden und Akkordfortschreitungen
    • Kommentieren eines vorgelegten Partiturausschnitts unter Berücksichtigung von Instrumentation, Klangfarbe, stilistisch-historischer Einordnung, Form, Satztechnik, Charakter

Aufbaustudium

Die Anforderungen entsprechen denen der Vordiplomprüfung.