Barrierefrei   Seite drucken
    
Info-Pool > Studienbewerber > Eignungsprüfungen > Hist. Interpr. Praxis

Anforderungen der Eignungsprüfungen Historische Interpretationspraxis

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Abgeschlossenes Studium: Diplom-MusikerIn; Künstlerische Reifeprüfung; Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien für Musik; MusiklehrerInnendiplom; Kirchenmusik (A-Examen) oder diesen Studiengängen vergleichbare Examina im In- und Ausland
  • Erfolgreiche Eignungsprüfung, die auf historischem oder auf modernem und historischen Instrument erfolgen kann:

Die Eignungsprüfung besteht aus einer Prüfung im Hauptfach und einer Prüfung im Pflichtfach Cembalo (außer Hauptfächer Cembalo und Laute). Die Dauer der gesamten Prüfung beträgt ca. 20 Minuten.
Bei allen Werken, die eine Begleitung vorsehen, erfolgt diese in der Regel auf dem Cembalo.

Anforderungen der Eignungsprüfungen

Gesang

3 Arien (darunter ein Rezitativ) aus der Zeit zwischen 1600 und 1800.

Blockflöte

3 Werke aus dem Blockflötenrepertoire vor 1750.

Traversflöte

Im Fach Traversflöte können zwei verschiedene Schwerpunkte gewählt werden:

  • Einklappenflöte (Schwerpunkt Barock / Klassik):
    3 Werke aus der Literatur zwischen 1600 und 1800 (auch Arien aus Kantaten, Oratorien, etc.)
  • Mehrklappenflöte (Schwerpunkt Klassik / Romantik / Orchesterspiel):
    3 Werke aus der Literatur zwischen 1750 und 1850, darunter ein Werk auf der barocken Einklappenflöte

Historische Oboe

3 Werke aus der Literatur zwischen 1700 und 1820, möglichst auf den entsprechenden Instrumententypen.

Fagott (evtl. auch Dulzian)

3 Werke aus der Literatur zwischen 1600 (Dulzian) und 1820, nach Möglichkeit auf den entsprechenden Instrumententypen.

Historische Violine / Viola

3 Werke aus der Literatur zwischen 1600 und 1820.

Barockvioloncello

3 Werke aus der Literatur zwischen 1600 und 1820.

Viola da Gamba

3 Werke aus folgenden Bereichen: Frankreich, Deutschland, England oder Renaissance.

Violone / Historischer Kontrabass

2 Werke aus der Bassliteratur (auch Basso continuo) zwischen 1600 und 1800.

Laute

Die Prüfung kann auf Renaissance- oder Barocklaute abgelegt werden.

  • Barocklaute:
    3 Werke aus folgenden Bereichen: deutscher Spätbarock (J. S. Bach, Weiß, Hagen, Kohout, u. a.); französischer Barock (Gautier, de Visée, Mouton)
  • Renaissancelaute:
    3 Werke aus folgenden Bereichen: England (Dowland, Holborne, etc.); Italien (da Milano, Molinaro, Piccinini, Kapsberger, u. a.); Spanien oder Deutschland

Cembalo

3 Werke aus der Literatur zwischen 1600 und 1780.

Hammerklavier

Ein Werk der Wiener Klassik, eine Komposition der Söhne J. S. Bachs oder eines anderen Komponisten der Generation nach J. S. Bach.

Orgel

3 Werke aus folgenden Bereichen: Italien, 17. Jahrhundert (Frescobaldi, Rossi, Merula, etc.); Norddeutschland (Scheidt, Sweelinck, Buxtehude); Süddeutschland / Österreich (Froberger, etc.); Frankreich (Titelouze, Couperin, Clerambault, etc.).

Pflichtfach Cembalo

Für alle Fächer des Aufbaustudiums (außer bei Hauptfach Cembalo und Laute) ist eine Prüfung in Cembalo Pflicht.
Hierfür soll ein Stück von ca. 3 – 5 Minuten Dauer (z. B. Invention von J. S. Bach oder Pièce de Clavecin von Couperin) vorbereitet werden.
Die Eignungsprüfung für das Pflichfach Cembalo wird zusammen mit der Hauptfachprüfung durchgeführt.

Nach oben