

Freitag, 30. April 2010
18 Uhr bis 24 Uhr
Großer Saal, Kleiner Saal, Foyer und diverse Säle
Karten: 10-./erm. 8-. Euro
Reservierung: 069-15 40 07-334
Wie lebendig der inhaltliche Schwerpunkt zeitgenössische Musik in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) auch im ‚Jubiläumssemester’ gelebt wird, davon können sich die Veranstaltungsbesucher gleich zu Beginn des diesjährigen Sommersemesters über-zeugen: Das vor fünf Jahren gegründete hauseigene Institut für zeitgenössische Musik (I z M) präsen-tiert am 30. April 2010 die zweite ‚Neue Musik Nacht’ in der HfMDK. Unter dem Titel „Ich fühle Luft“ steht die „II. Wiener Schule – ihre Anfänge und ihre Folgen“ im Zentrum der diesjährigen Musik-nacht.
Lehrende und Studierende der HfMDK spüren an diesem Abend gemeinsam mit Gästen die Anfänge der II. Wiener Schule auf und verfolgen die von ihr ausgehenden Traditionslinien bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts. Programmatische Schwerpunkte sind dabei die Anfänge der II. Wiener Schule nach der Wende zum 20. Jahrhundert, die Entwicklung der seriellen Musik nach dem zweiten Weltkrieg mit ihren Ausprägungen in Europa und frühe Formen elektronischer Musik.
Die Besucher können damit sechs Stunden lang in die Klangwelt von Arnold Schönberg und Anton Webern, Pierre Boulez und Gérard Grisey, Luigi Dallapiccola und Bruno Maderna, Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono eintauchen.
Die II. Wiener Schule bezeichnet den Komponistenkreis, der sich zu Beginn des
20. Jahrhunderts in Wien um Arnold Schönberg bildete. Dieser nahm einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Neuen Musik. Hierzu gehörten auch Alban Berg und Anton Webern – die Schüler Schönbergs. Später kamen noch die Schüler aller drei Komponisten hinzu. Auch wenn die Zweite Wiener Schule in den 1930er Jahren durch die Emigration von Schönberg und den Tod von Alban Berg zerfiel, so beeinflusste sie auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch
zahlreiche Komponisten.
DOWNLOAD Programm der "Neuen Musik Nacht 2010"