Der Hochschulrat ist ein Gremium, das sich aus externen, ehrenamtlichen Mitgliedern aus Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Politik zusammensetzt und damit quasi die Brücke in die Gesellschaft baut.
Nach dem Hessischen Hochschulgesetz § 42 hat der Hochschulrat vor allem die Aufgabe, die Hochschule bei ihrer weiteren Entwicklung zu begleiten; die Entwicklungsplanung der Hochschule bedarf seiner Zustimmung. Der Hochschulrat gibt Empfehlungen unter anderem zur Studiengangsplanung, zur Evaluation und zu den Zielvereinbarungen. Darüber hinaus nimmt er Stellung zum Entwurf der Grundordnung, zum Rechenschaftsbericht des Präsidiums und zu den Lehr- und Forschungsprojekten sowie zum Budgetplan.
Außerdem kann der Hochschulrat der Wahlversammlung Vorschläge zur PräsidentInnenwahl einbringen. Die Mitglieder des Hochschulrates werden im Benehmen mit dem Senat auf Vorschlag des Präsidiums vom Ministerium für einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren bestellt.

Dr. Peter Hanser-Strecker, (geb. 1942 in München)


Intendant des Rheingau Musik Festivals
Michael Herrmann wurde 1944 in Wiesbaden geboren und ist gelernter Buchhändler. Nach zehnjähriger Tätigkeit in der Hotel- und Tourismusbranche auf den Kanarischen Inseln war Michael Herrmann von 1982 an Mitarbeiter bei verschiedenen Konzertdirektionen. 1985 gründete er die Konzert- und Künstleragentur Michael Herrmann. 1987 folgte die Gründung des Rheingau Musik Festivals, dessen Intendant und Geschäftsführer er ist.
Das Rheingau Musik Festival wurde 1997 in die "Association Européenne des Festivals" aufgenommen und bietet jeden Sommer ein breites Programmspektrum von der Ernsten Musik bis hin zu Jazz und Kabarett. 2004 wurde die „Stiftung Rheingau Musik Festival“ gegründet. Michael Herrmann ist seit 2005 Vice President der "Association Européenne des Festivals".

1934 in Berlin geboren, absolvierte Nele Hertling zunächst ein Studium an der Philosophischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin. Danach arbeitete sie bis 1959 freischaffend für den Berliner Rundfunk und verschiedene Theater. Ab 1962 war sie als Sekretärin der Akademie der Künste, Abteilungen Musik und Darstellende Kunst tätig.
Hertling agierte als Beraterin in zahlreichen Gremien, u.a. im Beirat für Kulturaustausch und als Jurorin für die Sparte Musik im Berliner Künstlerprogramm des DAAD. 1989 wurde sie zur Künstlerischen Leiterin der «Werkstatt Berlin 1988 GmbH» im Rahmen von Berlin - Kulturstadt Europas 1988 ernannt und gründete die «TanzWerkstatt Berlin». Seit 1989 ist sie Geschäftsführerin und Intendantin der Hebbel-Theater Berlin-GmbH.
Hertling engagiert sich in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien, u.a. im Informal European Theatre Meeting (I.E.T.M.). Sie ist Mitglied der Gruppe «Theater» im Committee of Cultural Consultant bei der Commission of the European Communities, Brüssel, im Gulliver Clearing House, in der Amsterdam Summer University und im Deutsch-Französischen Kulturrat. Seit 2001 ist sie Präsidentin des Deutsch-Französischen Kulturrats, seit 2001 Vorsitzende des Rates für die Künste.
Im Sommer 2003 übernahm Nele Hertling die Leitung des «Berliner Künstlerprogramms des DAAD» (Deutscher Akademischer Austauschdienst).

Dr. Stephan Pauly ist künstlerischer Leiter und kaufmännischer Geschäftsführer der Stiftung Mozarteum Salzburg, einer der führenden Kulturinstitutionen Salzburgs mit ca. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als künstlerischer Leiter ist er für die Entwicklung der Programmgestaltung für den gesamten Konzertbereich und der Festivals verantwortlich. Dabei war in den letzten Jahren insbesondere eine Öffnung hin zu einer Kombination von klassischer und zeitgenössischer Musik prägend für seine Arbeit sowie die Einbeziehung unterschiedlichster Veranstaltungsformate (klassische Konzerte, Tanz, Performances, Lectures und Film). Als neues zentrales Arbeitsfeld der Stiftung Mozarteum initiierte Dr. Pauly den Bereich für Kinder- und Jugendprojekte, der heute Programme für Kinder und Jugendliche von unter zwei bis zwanzig Jahren und deren Familien anbietet. Neben der künstlerischen Ausrichtung des Hauses trägt er als kaufmännischer Geschäftsführer auch die Verantwortung für die finanziellen Belange der Institution sowie für zentrale Aufgaben. Unter seiner Leitung entstanden beispielsweise im Bereich des Sponsorings mehrjährige Partnerschaften mit namhaften Unternehmen. Zudem wurden neue Modelle auch für Freundes- und Förderkreise sowie für den Bereich des Fundraisings entwickelt.
Vor der Zeit in Salzburg war Dr. Pauly sowohl in der Kultur als auch in der Wirtschaft tätig. Er war persönlicher Assistent des Regisseurs und Staatsintendanten Prof. August Everding und in dieser Zeit unter anderem am Prinzregententheater München und als Gast an der Wiener Staatsoper und an der Mailänder Scala engagiert. Nach dieser künstlerischen Tätigkeit wechselte er in die Wirtschaft – als Ergänzung der bisherigen Tätigkeit im Bereich der Kultur: Als Managementberater bei der Unternehmensberatung McKinsey&Co. war er für Klienten aus unterschiedlichsten Branchen der Wirtschaft sowie für ein Orchester tätig. Geboren wurde er 1972 in Köln; aufgewachsen ist er in Bayreuth. In München und Rom studierte er Philosophie und Theologie sowie Theater- und Opernregie; 1999 schloß er mit einer Promotion ab. Publizistisch war er u. a. beim Bayerischen Rundfunk tätig.
Ab 1. März 2012 wird Dr. Pauly Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt.
Prof. Gerd-Theo Umberg hat nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg, Münster und Bonn seit 1968 in zahlreichen deutschen Theater- und Schauspielhäusern sowohl vor als auch hinter den Kulissen gewirkt.
Von 1996 bis 2004 hat er als Intendant des Staatstheaters Darmstadt maßgeblich die bauliche und technische Erneuerung des Dreispartenhauses geleitet. Zuvor war er Betriebsdirektor am Renaissance-Theater Berlin, künstlerischer Betriebsdirektor am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Bayerischen Staatsschauspiel und kaufmännischer Geschäftsführer des Düsseldorfer Schauspielhauses. Von 2001 bis 2010 lehrte Gerd-Theo Umberg an der HfMDK, ab 2002 als Professor. Im Wintersemester 2005/2006 übernahm er die Verantwortung für den Studiengang Theater- und Orchestermanagement, den er 2010 leitete.
Von Oktober 2008 bis Oktober 2010 prägte er durch sein zusätzliches Amt als Vizepräsident die Entwicklung der HfMDK.

Geboren 1942, aufgewachsen in Gelsenkirchen, nach Abitur (1962) und Banklehre bei der Westfalenbank AG, Bochum. Jurastudium von 1964-1968 in Tübingen und Bonn, 1968 1. Staatsexamen, 1972 2. Staatsexamen. Ab 1972 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Treuarbeit in Frankfurt, Luxemburg und Düsseldorf. 1976 Steuerberaterexamen, 1977 Wirtschaftsprüferexamen. 1985 Mitglied des Vorstands der Treuarbeit AG (heute PricewaterhouseCoopers AG). 1992 Sprecher des Vorstandes. 1998 bis 2003 Sprecher des Vorstandes der durch die Fusion entstandenen PwC Deutsche Revision und Mitglied im globalen Leitungsgremium der PricewaterhouseCoopers Organisation. 1998 Honorarprofessor an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Ehrenamtlicher Vorstand der PwC-Stiftung Jugend Bildung Kultur.

Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner wurde 1954 in Kassel geboren. Seit dem 01. März 2007 ist er Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).
Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens an der Technischen Hochschule Berlin und der Technischen Universität Darmstadt, wo er im Jahr 1985 promovierte, arbeitete Wörner bis 1990 im Ingenieurbüro König und Heunisch. 1982 ging er für einen Forschungsaufenthalt zum Thema "Erdbebensicherheit" für zwei Jahre nach Japan. 1990 wurde Wörner an die Technische Hochschule Darmstadt berufen und übernahm die Leitung der Prüf- und Versuchsanstalt. Bevor Wörner 1995 zum Präsidenten der Technischen Universität Darmstadt gewählt wurde, war er Technischer Leiter des Instituts für Konstruktiven Glasbau und Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen.
Wörner wurde mit einer Reihe von Preisen und Auszeichnungen, wie z. B. dem Preis der Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule Darmstadt für "Hervorragende wissenschaftliche Leistungen", geehrt. Außerdem wurde er in die Berlin Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen und ist Obmann der Sektion Technikwissenschaften der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Des Weiteren erhielt Wörner die Ehrendoktorwürde der State University New York (USA), der Technischen Universitäten Moldawien, Bukarest (Rumänien) und der Mongolei sowie der Universität St. Petersburg für Wirtschaft und Finanzen (Russland) und der École Centrale de Lyon (Frankreich).
Wörner ist außerdem Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Aufsichtsratsgremien, Beiräten und Kuratorien. Unter anderem ist er Mitglied des Hochschulrates der École Centrale de Paris und der École Centrale de Lyon, des Konvents für Technikwissenschaften acatech und des Aufsichtsrates der Röhm GmbH. Außerdem ist er von der Bundesregierung in die "Projektgruppe Energiepolitisches Programm" (PEPP) berufen worden.

Lothar Zagrosek ist seit 1997 Generalmusikdirektor der Württembergischen Staatsoper Stuttgart. Eine erste musikalische Ausbildung erhielt er als Mitglied der Regensburger Domspatzen. In den Jahren 1962 bis 1967 studierte er Dirigieren bei Hans Swarowsky, Istvàn Kertész, Bruno Maderna und Herbert von Karajan.
Nach Stationen als Generalmusikdirektor in Solingen und in Krefeld-Mönchengladbach wurde Zagrosek 1982 Chefdirigent des Österreichischen Radiosinfonieorchesters in Wien. Diesem Engagement folgten drei Jahre als Directeur musicale der Grand Operá Paris sowie als Chief Guest Conductor des BBC Symphony Orchestra in London. Von 1990 bis 1992 wirkte Lothar Zagrosek als Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Seit 1995 ist er als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie verbunden. Mit der Saison 2006/2007 übernimmt er die Leitung des Berliner Sinfonieorchesters.
Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent, die ihn u.a. an die Staatsopern Wien und Hamburg, die Deutsche Oper Berlin, das Théâtre de la Monnaie Brüssel, das Royal Opera House Covent Garden in London und zum Glyndebourne Festival führte, dirigierte Lothar Zagrosek bedeutende Orchester des In- und Auslandes, so u.a. die Berliner und Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, alle großen deutschen Rundfunk-Sinfonieorchester, die Wiener Symphoniker, das Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, das Orchestre National de France, London Philharmonic, das Orchestre Symphonique de Montreal und das NHK Symphony Orchestra Tokyo. Er war Gast bei den Wiener und Berliner Festwochen, den London Proms und den Münchner Opernfestspielen. Regelmäßig ist er auf den Festivals für zeitgenössische Musik in Donaueschingen, Berlin, Brüssel und Paris vertreten. Wiederholt war Zagrosek bei den Salzburger Festspielen zu Gast, wo er zuletzt im August 2005 zeitgenössische Werke dirigierte.
In der Kritikerumfrage der Zeitschrift «Opernwelt» 1997 wurde Lothar Zagrosek zum «Dirigenten des Jahres» gewählt. Dieselbe Auszeichnung erhielt er auch 1999 für seine Arbeit an der Staatsoper Stuttgart, die zum vierten Mal seit seinem Amtsantritt zum Opernhaus des Jahres gewählt wurde. 2005 wurde die von ihm geleitete Produktion von Busonis Doktor Faust als «Aufführung des Jahres» ausgezeichnet.
Innerhalb der Diskographie Lothar Zagroseks sind vor allem Dantons Tod von Gottfried von Einem, Olivier Messiaens Saint François d'Assise (mit Dietrich Fischer-Dieskau), Werke Paul Hindemiths für Chor und Orchester sowie seine Aufnahmen im Rahmen der Decca-Edition «Entartete Musik» zu nennen, darunter Jonny spielt auf von Ernst Krenek, Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis, Hanns Eislers Deutsche Sinfonie (alle mit dem Gewandhausorchester Leipzig), Der Gewaltige Hahnrei von Berthold Goldschmidt, Die Vögel von Walter Braunfels sowie die Verlobung im Traume von Hans Krasa. Mehrere seiner Aufnahmen haben bedeutende Preise wie den «Prix Reine Elisabeth» und den Deutschen Schallplattenpreis gewonnen oder wurden für den «Grammy» nominiert.