FrankfurtInTakt-FiT-Fruehjahr2010

3Frankfurt in Takt 10/1 Vielfältige Förderung Studierende der HfMDK profiteren mit etwas Glück gleich mehr- fach von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule. So erhalten jedes Jahr fünf Studienanfänger aller Fachbereiche ein Starterstipendium des Fördervereins. Das Stipendium soll den Studienstart in Frankfurt, einer Stadt mit hohen Lebenshaltungskosten, erleichtern. Darüber hinaus ermöglichen es die Freunde und Förderer den besten Instumen- talisten, ihr Abschlusskonzert im „Konzertexamen“ mit einem eigens hierfür zusammengestellten Orchester zu spielen. Seit 2009 finanzieren die Förderer außerdem einen Gastdirigenten: Nach Lothar Zagrosek arbeiten Krzysztof Penderecki (Mai 2010) und Sebastian Weigle (2011) mit dem Hochschulorchester. Weiterhin trugen die Freunde und Förderer mit dem Kauf be- sonderer Instrumente – eines fünfsaitigen Kontrabasses, einer Bassposaune, eines Fagotts und eines Kontrafagotts – zur hervorragenden Ausstattung der Hochschule und Konkurrenz- fähigkeit ihrer Studierenden bei. Denn Insturmentalisten, die auch ein seltener gespieltes Instrument beherrschen, haben bessere Chancen im Wettbewerb. Förderer: Ehrliches Interesse und Offenheit Die Bedingungen, sich auf eine solche Weise künstlerisch zu bilden, werden von der GFF nicht nur durch die oben genannten Förder- maßnahmen nachhaltig verbessert, sondern auch durch viele Projektförderungen übers Jahr unterstützt. Wer einmal wie ich die Menschen, die hinter diesem finanziellen Engagement stehen, erlebt hat, weiß um das ehrliche Interesse und um die Offenheit gegenüber den Studierenden. Neben solchen einfach „nur“ kulturell Interessierten sind in der GFF auch manche in der Szene wichtige und entscheidende Persönlichkeiten vertreten: Heiner Goebbels, Andreas Mölich-Zebhauser, Gerd Albrecht und Bernd Loebe. Dadurch, dass der Präsident sowie der Vizepräsident der Hochschu- le mit diesen den Beratenden Ausschuss bilden, ist eine hohe Verzahnung der GFF mit der Hochschule sowie mit anderen, für die Hochschule wichtigen Institutionen und Menschen gewährleistet. Man sieht also: Die GFF tut einiges, um ihrem eigenen Anspruch gerecht zu werden. Denn Exzellenz und die Entwicklung talentierter Studierender zu international gefragten Künstlern (und Künstlerin- nen) erfordern Studienbedingungen, die weit über das herkömm- liche Curriculum hinausweisen. So auch Projekte, bei denen Studentinnen und Studenten (hier schreibe ich als angehender Orchestermusiker) ihren Horizont jenseits von Orchesterstellen und Probespielstellen erweitern können – um der Gefahr einer sich selbst reproduzierenden künstlerischen Elite vorzubeugen.

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