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Diplom (auslaufend) > Schauspiel > Eignungsprüfung

Die Eignungsprüfung Schauspiel

Hinweis: In Ausnahmefällen ist die Anmeldung zur Eignungsprüfung auch über die Bewerbungsfrist (01. April 2012) hinaus möglich.

Zulassungsvoraussetzungen

  • Erfolgreiche Eignungsprüfung (mindestens 13 von 25 möglichen Punkten)
  • Abitur. Das Fehlen des Abiturs kann durch eine besondere künstlerische Begabung (Bestehen der Eignungsprüfung mit mindestens 19 von 25 möglichen Punkten) ausgeglichen werden
  • Die BewerberInnen dürfen zu Beginn des 1. Fachsemesters die Altersgrenze von 25 Jahren nicht überschritten haben
  • Herausragende Deutschkenntnisse
  • HNO-Attest (Nachweis der Eignung zum Sprechberuf)

Anforderungen in der Eignungsprüfung:

In der Prüfung ist eine besondere Befähigung zur Darstellung zu zeigen und zwar hinsichtlich Stimme, Sprache und gestischem Ausdruck. Im ersten Teil der Prüfung haben die Bewerberinnen und Bewerber drei Textstellen ihrer Wahl vorzutragen, davon zwei aus der klassischen und eine aus der modernen Literatur. Die Prüfungskommission kann zusätzlich eine von ihr vorgeschlagene Improvisation oder eine andere Spielszene verlangen. Sie kann die Prüfung abkürzen.Soweit die Zulassung zum zweiten Teil der Prüfung erfolgt, besteht diese aus einem probeweisen Arbeiten einzeln und in Gruppen. Die Dauer der Prüfung kann sich bis auf eine Woche erstrecken.

Häufig gestellte Fragen:

Altersbegrenzung

Die Altersbegrenzung zur Aufnahme des Studiums hat ihren Grund in der Tatsache, dass der Lehrkörper Berufsanfängern im Schauspielerberuf, die das Alter von 30 Jahren überschritten haben, kaum Chancen zur Vermittlung an Sprechtheaterbühnen einräumen kann. Das liegt zum einen im Verhältnis vakanter Stellen zur Zahl der Bewerber, zum anderen in den Anforderungen verschiedener Rollenfächer begründet. Ein sich um ein Charakterfach bemühender Berufs-anfänger im Alter von dreißig konkurriert mit SchauspielerInnen, die bis zu zehn Jahre Berufserfahrung voraus haben.

Bühne und Kostüm

Die Eignungsprüfung dient der Einschätzung einer künstlerischen Eignung für den Beruf des Darstellenden. Wenn ein Aspirant in der Lage ist, sich ohne derartige Hilfsmittel als geeignet zu präsentieren, wird ihm das mangelnde Kostüm nicht schaden, die Erfahrung am Theater – aber auch in den Eignungsprüfungen – zeigt jedoch, dass diese Mittel von großem Nutzen für den Darstellenden sein können. Deswegen wird den Prüflingen ausdrücklich geraten, eine Phantasie zum äußeren Erscheinungsbild der Figur und zur räumlichen Situation der gespielten Szene zu entwickeln. Ausdrücklich nicht erwartet wird die Realisierung eines Kostümkonzeptes. So ist die Beschaffung historischer Kostüme oder die Umsetzung eigener Ideen nur insoweit sinnvoll, wie sie dem Darstellenden auf der Bühne hilft.

Eindeutig nicht ratsam ist, alle gezeigten Figuren in Turnschuhen und Privatkleidung zu zeigen. Grundsätzlich bietet festes Schuhwerk auf der Bühne einen ganz anderen Stand, außerdem fördern die verschiedenen Handhabungen verschiedenartiger Kleidung Phantasien zu den verschiedenen Körperlichkeiten unterschiedlicher Figuren. Den vorsprechenden Frauen wird empfohlen, eine Figur in dezidiert «weiblicher Kleidung» zu spielen (Rock, wenn das kein Hindernis für das Spiel bedeutet auch hohe Schuhe).

Rollenwahl

Grundsätzlich ist es ratsam, über ein weites Spektrum an Figuren eine möglichst große Bandbreite der eigenen Möglichkeiten zu präsentieren. Der einfachste Weg zu diesem Ziel besteht darin, mit einer Figur zu beginnen, die dem eigenen «Typ» entspricht, d.h. eine Figur, für die man nach Äußerlichkeit besetzt werden könnte. Dann sollte man sich auch an eine Figur wagen, für die man (vielleicht) nie im Leben besetzt würde. Bei der Rollenwahl helfen die Publikationen des dt. Theater-verlages und anderer Verlage, wie z. B. «Vorsprechen».
Diese Rollenzusammenstellungen haben den Vorteil, dass sie sehr kompakt die große Zahl an Möglichkeiten verdeutlichen. Selbstverständlich wird von den Vorsprechenden aber erwartet, dass sie das Gesamtstück lesen und die gespielte Situation in den größeren Kontext einordnen können. Dies ist nicht erforderlich, um Fleiß zu prüfen, sondern weil immer wieder deutlich wird, dass der/die Darstellende die verhandelte Situation missversteht oder aus der Begrenzung der Situation unnötige Begrenzungen der Figur vornimmt.

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