
Zusätzlich zu der jährlich stattfindenden Veranstaltung THE ARTIST'S BODY und den über das Jahr verteilten Angeboten der Workshopreihen MSBL/KIT gibt es an der HfMDK weitere Bewegungsangebote die regelmäßig zu verschiedenen Tageszeiten oder als Workshop anbeboten werden.
Die AG Körper & Bewegung möchte spartenübergreifendes Denken in der HfMDK fördern und durch konkrete kontinuierliche Angebote den Austausch zwischen Studierenden und Dozenten aller Fachbereiche anregen.
Mit Elli Ferriol und Achim Lengerer
Einführung: Donnerstag, 12, Januar von 10–12 Uhr in Raum B203
Erster Block: Do. und Fr., 19. und 20. Januar, 10–16 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben
Zweiter Block: Do. und Fr., 2. und 3. Februar, 10–16 Uhr, Ort wird noch bekanntgegeben
Interdisziplinärer Workshop über performative Anwendungen der Stimme in Musik, Hörspiel, Performance und Bildender Kunst. Zwei Blöcke à 12 Stunden inklusive Erarbeitung und Durchführung einer öffentlicher Abschlusspräsentation.
01 | Schwerpunkt Theorie
Im Rahmen des in zwei Blöcken angelegten Workshops sollen Fragestellungen der Live-Performance, unter besonderer Berücksichtigung der »Stimme« vorgestellt werden. Im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf theoretischen Fragestellungen der Performance und der Stimme. Die in Textlektüren und Gruppenarbeit gewonnenen Erkenntnisse sollen in Kurzpräsentationen vorgestellt und diskutiert werden.
Zur Sprache kommen sollen dabei unterschiedliche Ansätze aus Theorie, Musik und Bildender Kunst, wie beispielsweise Glenn Goulds Radioexperimente, Dieter Schnebels Auseinandersetzung mit Sprache, Michel Chions Texte zur Stimme im Kino, Roland Barthes’ Arbeiten zur Stimme oder Robert Ashleys Verortung von Musikalität in menschlicher Sprache. Es wird daran gedacht, mit Texten zur Sprechakttheorie zu arbeiten [z.B. John L. Austin] oder zu Selbstinszenierung bzw. Performance [z.B. Uwe Wirth].
02 | Schwerpunkt Praxis
Im Rahmen des zweiten Blocks Praxis sollen die theoretisch erarbeiteten Fragestellungen zur Performance und »Stimme« ins Verhältnis zur Live-Aufführungspraxis gestellt werden. Es geht um die Übertragung in räumlich, zeitliche und performativ bühnenartige Konstellationen. Welche Rolle spielen dabei Aspekte des Akustischen, der verstärkten oder unverstärkten Stimme, der Rhythmisierung von Sprache innerhalb und außerhalb eines »rein« musikalischen Verständnisses auf der Bühne? Anhand historischer Positionen der Avantgarde, der sechziger und siebziger Jahre bis hin zu zeitgenössischen Kunstpraktiken sollen unterschiedliche Ansätze auch in ihrer Differenz zur musikalischen Aufführungspraxis erörtert werden. Dieser zweite Teil mündet in einer öffentliche Abschlußpräsentation in der HfMDK mit Studierenden sowie eingeladenen KünstlerInnen aus den Bereichen Musik, Bildender Kunst und Performance.
Historische Beispiele zur Erarbeitung dieser Präsentation sind u.a.: Antonin Artaud, Marcel Broodthaers, Hugo Ball, John Baldessari, William Burroughs/Brian Gysin, Jack Goldstein, Ferdinand Kriwet, Maurice Lemaître, Yvonne Rainer, Michael Snow [s.u].